Antworten brauchen eine nachvollziehbare Grundlage.
Produktdetails, Freigaberegeln und Kundenvereinbarungen liegen oft verteilt in Dokumenten, Postfächern und Köpfen. Ein Wissensassistent soll diese Informationen auffindbar machen und die Fundstellen mitliefern. Die entscheidende Frage lautet nicht nur: Kann er antworten? Sondern: Worauf stützt sich seine Antwort?
Veraltete Preislisten und widersprüchliche Arbeitsanweisungen werden durch KI nicht automatisch richtig. Deshalb gehören Quellenpflege, Gültigkeit und Verantwortlichkeiten zum Aufbau des Assistenten.
Unwissen muss als Unwissen erkennbar sein.
Für unbeantwortbare Fragen braucht es einen klaren Weg: fehlende Informationen benennen, eine Rückfrage stellen oder an einen zuständigen Menschen übergeben. Eine überzeugend formulierte Vermutung ist kein Ersatz für eine belegte Auskunft.
Auch Rechte müssen aus den vorhandenen Systemen übernommen oder passend abgebildet werden. Ein Assistent für den ganzen Betrieb darf vertrauliche Personal- oder Kundendaten nicht allein deshalb anzeigen, weil er sie technisch finden kann.
Qualität wird an Ihren Aufgaben gemessen.
Stellen Sie eine Auswahl typischer Fragen, schwieriger Sonderfälle und bewusst unbeantwortbarer Fragen zusammen. Prüfen Sie Vollständigkeit, Quellenbezug und erforderliche Übergaben. Dieser Bestand hilft später auch, Änderungen an Modellen oder Dokumenten zu beurteilen.
Das NIST-Profil für generative KI behandelt unter anderem fehlerhafte oder erfundene Ausgaben und Informationsintegrität als Risiken. Unsere praktische Folgerung: konkrete Tests und nachvollziehbare Quellen gehören in den laufenden Betrieb, nicht nur in die erste Demonstration.
Damit Erfahrung im Unternehmen bleibt.
Gut aufbereitete Unterlagen helfen neuen Mitarbeitenden ebenso wie erfahrenen Teams. Ein Wissensassistent kann den Zugang erleichtern; die fachliche Verantwortung bleibt bei den Menschen, die den Betrieb und seine Anforderungen kennen.
